„Da floss auch bei uns Pflegekräften eine Träne“ – über den kleinen Kämpfer Noah

Im Krankenhaus sagte man der damals schwangeren Tina, der kleine Noah würde nicht lebensfähig sein. Doch Noah kämpfte. Heute geht er in die Schule und macht Ausflüge wie andere Kinder auch. Seit zehn Jahren immer mit dabei: die bipG.

Eine erschütternde Nachricht

Es war ein erschütternder Moment, als Tinas Frauenärztin zehn Wochen vor der Geburt feststellte, dass der Magen des kleinen Noahs nicht gefüllt war. Die heute 38-Jährige ließ etliche Untersuchungen in einer Uniklinik machen, bis die Ärzte ihr mitteilten, dass ihr Sohn nicht lebensfähig sein würde. Ein Kaiserschnitt wurde angesetzt. Bei der Geburt stellten die Ärzte fest, dass Noahs Speiseröhre verschlossen war. Durch eine direkte Not-OP konnte sein Leben gerettet werden, allerdings verbrachte er noch neun weitere Monate in der Klinik, denn unter anderem litt das Frühchen auch unter Epilepsie.
Zur bipG kam die Familie durch eine Empfehlung der Krankenkasse. „Wir hatten vorher einen anderen Pflegedienst. Allerdings war ich mit dem wegen seiner Unstrukturiertheit unzufrieden“, erklärt Tina. Das war vor zehn Jahren. Heute betreut die 32-jährige Martina zusammen mit ihrem Team Noah, begleitet ihn im Alltag und pflegt ihn. Die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin hat schon früh erkannt, dass ihr die Arbeit mit Menschen und vor allem Kindern liegt. Während ihres freiwilligen sozialen Jahres entdeckte sie dann den Pflegeberuf für sich. Nach ihrer Ausbildung auf einer Station war für Martina dann schnell klar, dass sie noch näher mit den Menschen zusammenarbeiten möchte.

Der Wechsel zur ambulanten Pflege

„Ich wollte den Menschen gerecht werden. Auf der Station habe ich nie Zeit gehabt, die Patienten so zu pflegen, wie ich es gerne getan hätte“, erklärte sie ihre Entscheidung zum ambulanten Pflegedienst zu wechseln. Vor fünf Jahren kam sie dann zur bipG und ist mittlerweile Teamleiterin. An ihrem Beruf liebt sie vor allem die Mischung aus Verantwortung und Empathie, die für die Arbeit nötig ist.

 

Begleitung durch die bipG

Noah wird vom Team der bipG 24 Stunden am Tag versorgt. Die Pflegekräfte begleiten ihn zur Schule und zu Ausflügen. „Überall, wo Noah ist, sind wir auch“, erklärt Martina ihren Arbeitsalltag. Besonderer Fokus der Pflege liegt auf der Krampfbeobachtung: „Man muss immer ein Auge und Ohr offen haben, falls Noah krampft. Dann müssen wir durch das Tracheostoma absaugen und genau beobachten, wie er krampft.“ Insgesamt empfindet die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin das Arbeiten bei der Familie als sehr angenehm. Die beiden Parteien haben ein gutes Verhältnis zusammen, gestalten ihre Zeit gemeinsam und bringen sich gegenseitiges Vertrauen entgegen. Durch den 24-Stunden-Dienst wird vor allem die berufstätige Tina entlastet. Bei allen möglichen Fragen rund um die Pflege oder auch bürokratische Abläufe bietet Martina sie als Teamleiterin zusätzlich gerne ihre Unterstützung. „Darauf kann ich mich verlassen“, so die zweifache Mutter Tina.

Der schönste Moment mit Noah

Sowohl Martina als Pflegekraft als auch Tina als Klientin sind überzeugt von bipG als Pflegedienst und auch als Arbeitgeber. Nur mehr qualifizierte Springer würden sich beide Parteien wünschen, damit das Team auch bei Krankheitsfällen und Urlauben voll besetzt ist. Martina liebt ihre Arbeit: „Vor allem die Möglichkeit, Menschen Hoffnung zu schenken und durch meine Arbeit anderen das Leben zu verschönern, gefällt mir.“ Ihr schönster Moment mit Noah: „Als er durch die Augensteuerung das erste Mal selbstständig seinen eigenen Willen mitteilen konnte und wir bemerkten, dass er kognitiv viel mehr verarbeitet, als angenommen. Da floss auch bei uns Pflegekräften eine Träne.“